Schreiben

Autobiografisches Schreiben: Dein Leben in Buchform

Autor: Meet Your Master
Autobiografisches Schreiben: Dein Leben in Buchform
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Manchmal passieren einem Dinge im Leben, die so unglaublich oder besonders sind, dass man sie einfach aufschreiben muss. Nicht nur ältere Menschen, sondern auch jüngere können eine Autobiografie schreiben. Doch wie funktioniert autobiografisches Schreiben?

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Wieso sich autobiografisches Schreiben lohnt

Eine Biografie ist ein literarisches Werk, das die komplette Lebensgeschichte oder einen bestimmten Lebensabschnitt eines Menschen erzählt. Bei Letzterem spricht man häufig auch von „Memoiren“ oder „Erinnerungen“. Neben Personen des öffentlichen Lebens (Politiker, Schauspieler, Künstler, Aktivisten usw.) schreiben vor allem Menschen, die etwas Außergewöhnliches erlebt haben ihre Geschichte auf.

Der Bestseller „Eat Pray Love“ der US-amerikanischen Autorin Elizabeth Gilbert ist ein gutes Beispiel: Die Journalistin beschreibt in ihrem Buch, wie sie sich nach ihrer Scheidung auf einer einjährigen Reise durch Italien, Indien und Bali wiederfindet – und sich dabei am Ende sogar wieder für eine neue Liebe öffnet. Viele Leser konnten sich mit ihrer Geschichte identifizieren, wurden ermutigt oder inspiriert, selbst etwas in ihrem Leben zu ändern.

Autobiografisches Schreiben bietet dir als Autor die Möglichkeit, bestimmte Geschehnisse in deinem Leben zu verarbeiten, indem du sie niederschreibst. Dabei muss es sich nicht um eine Krise in deinem Leben handeln. Vielleicht möchtest du über deine Zeit als Umweltaktivist oder deine Jugendzeit schreiben: Egal, was das Thema deiner Autobiografie ist, es wird dir helfen, dein Leben zu reflektieren und beim Lesen aus einem neuen Blickwinkel zu sehen.

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Biografie vs. Autobiografie: Wo liegt der Unterschied?

Die beiden Begriffe werden häufig im selben Kontext verwendet, doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: Eine Biografie wird von einem anderen Autor verfasst, der den Protagonisten des Buches nicht einmal zwingend kennenlernen muss. Gerade bei historischen Figuren ist das schließlich meist nicht möglich. Eine Autobiografie ist dagegen ein Rückblick auf das eigene Leben des Verfassers. Da das „auto“ aber oft etwas sperrig ist, sagen die meisten Menschen, dass sie ihre eigene Biografie schreiben – obwohl sie selbst der Autor sind.

Biografie und Autobiografie haben aber auch eine Gemeinsamkeit: Sie stützen sich auf echte Quellen, wie Dokumente, Fotos, Gespräche, Interviews oder Tagebücher. Es handelt sich also nicht um fiktive Geschichten, sondern reale Erzählungen, die wahrheitsgemäß wiedergegeben werden müssen. Es geht vor allem um Authentizität und Vollständigkeit des Erzählten.

Dem entgegen steht der (auto-)biografische Roman: Hier darfst du dir als Autor gewisse Freiheiten nehmen, indem du Dinge hinzudichtest, weglässt oder bewusst veränderst. Tatsachen und Fiktion dürfen sich vermischen, wobei für den Leser nicht unbedingt erkennbar sein muss, welche Abschnitte der Realität entsprechen und welche der Fantasie des Autors entsprungen sind.

Der Aufbau einer Autobiografie

Wenn du eine Autobiografie schreiben möchtest, solltest du sehr strukturiert vorgehen. Damit du keine wichtigen Details oder Ereignisse vergisst, hilft es, wenn du dir alles in einer chronologischen Übersicht aufschreibst. So eine Zeitleiste hilft dir beim Konzipieren und Schreiben deines Buches, da du Figuren und Handlungsstränge visuell vor dir sehen und abrufen kannst. Auch Zeitsprünge und Rückblenden lassen sich besser planen, ohne den berühmten roten Faden bzw. die Übersicht zu verlieren.

Normalerweise werden Biografien aber recht chronologisch aufgebaut: Sie beginnen bei der Geburt bzw. Kindheit des Protagonisten und enden bei einem bestimmten Punkt. So mancher Autor nimmt sich aber einige Freiheiten heraus und startet zum Beispiel mit seinen Erinnerungen oder einem Ereignis, das sein Leben für immer verändern sollte.

Bei der Kapitelstruktur kannst du dich an den verschiedenen Lebensabschnitten orientieren, also zum Beispiel Geburt und Kindheit, Jugend und Schulzeit, Studium und Beruf. Spannender ist es allerdings, wenn du vor allem auf den intensivsten Erlebnissen deines Lebens eingehst und deine Kapitel danach aufbaust. Also den Dingen, derentwegen du deine Biografie überhaupt schreiben möchtest: einschneidende Begegnungen, tiefe Freundschaften, Enttäuschungen und Niederlagen, aber auch spannende Höhenflüge. Geburt, Kindheit, Jugend und Schulzeit lassen sich in einem Kapitel gut abhandeln, bevor es an die spannenden Inhalte geht, wie die erste enttäuschte Liebe oder das erste Treffen mit deinem Mentor.

Deine Geschichte soll spannend zu lesen sein, deswegen findest du hier eine Liste mit Beispielen, welche Stationen in deiner Autobiografie berücksichtigt und besonders hervorgehoben werden können:

  • Lebenskrisen
  • Wichtige Menschen und Mentoren
  • Prägende Erlebnisse
  • Äußere Umstände (Zeitgeist, bedeutende politische Ereignisse usw.)
  • Wiederkehrende Lebensfragen („Was ist meine Berufung?“ oder auch „Gibt es einen Gott?“)

Recherche und Schreibprozess

Die Recherche ist einer der wichtigsten Prozesse für jeden, der ein Buch schreiben möchte. (Auto-)Biografien geben Ereignisse wahrheitsgemäß wieder, daher ist es essenziell, dass alle Fakten genau rekonstruiert und am besten dokumentarisch belegt werden können. Sammle also alle Dokumente, Fotos und sonstige Zeugnisse, die du als Quelle verwenden möchtest.

Stilistisch ist es wichtig, dass du dich beim Schreiben für eine Zeitform entscheidest. Entweder, du schreibst im Präsens oder im Präteritum. In der Regel werden Autobiografien aus der Ich-Perspektive erzählt, schließlich ist es der Autor selbst, der seine Lebensgeschichte aufschreibt. Biografien, die von einem fremden Autor verfasst werden, können hingegen auch andere Erzählperspektiven nutzen.

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Wenn du deine Autobiografie veröffentlichen möchtest, musst du penibel darauf achten, dass du keine Persönlichkeitsrechte verletzt. Jede Person, die du namentlich erwähnst, muss ihr Einverständnis geben, dass sie in deinem Buch vorkommen darf. Dasselbe gilt für Fotos, Briefe und Dokumente, von denen du nicht selbst der Urheber bist: auch hier müssen vorher Veröffentlichungsrechte eingeholt werden.

Noch mehr zum Thema Schreiben, Buchveröffentlichung und -marketing erfährst du im spannenden Meet Your Master Kurs mit Bestsellerautor Sebastian Fitzek. Der Meister der Spannung begleitet dich dabei, dein eigenes Buch zu schreiben: von der Ideenfindung über den Schreibprozess bis zur Veröffentlichung. Damit dein Traum erfolgreich in die Realität umgesetzt werden kann.

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