Schreiben

Ein Buch schreiben: So fängst du an

Autor: Meet Your Master
Ein Buch schreiben: So fängst du an
MEET YOUR MASTER
Lerne von Sebastian Fitzek, wie du ein Buch erfolgreich schreibst – von der Idee bis zum fertigen Druck.
LOS GEHT’S

Hast du schon seit Jahren den Wunsch, ein eigenes Buch zu schreiben? Damit bist du nicht alleine. Oft scheitert der Traum vom Schreiben schlicht daran, dass man nicht weiß, wie man anfangen soll. In diesem Artikel erfährst du, mit welcher Strategie du das Projekt „Buch schreiben“ endlich ankurbelst.

MEET SEBASTIAN FITZEK
Du träumst davon, dein eigenes Buch zu schreiben? Bestsellerautor Sebastian Fitzek zeigt dir, wie es geht.

Ein eigenes Buch schreiben: Warum ist der Anfang so schwer?

Du liebst Bücher. Du hast eine tolle Idee. Du bist motiviert. Vielleicht schreibst du sogar schon täglich kleinere Texte. Man sollte meinen, dass dir das Schreiben des eigenen Buchs ganz einfach von der Hand geht. Doch leider ist das nur selten der Fall. Selbst wenn Schreiben dein Hobby ist und du es liebst, eigene Geschichten zu Papier zu bringen, ist das Thema „Buch schreiben“ eine ganz andere Sache.

Das liegt einerseits daran, dass es uns Menschen oft schwerfällt, neue Dinge zu beginnen. Eine große Hürde ist die Angst vor dem Unbekannten und vor dem Scheitern. Mir gehts doch ganz gut so, wieso sollte ich etwas anfangen, was alles nur komplizierter macht? Man ist eingeschüchtert von dem Berg an Arbeit, der vor einem liegt, und überall lauern Ablenkungen.

Dass man Dinge aufschiebt, kennt wahrscheinlich jeder. „Morgen ist auch noch ein Tag“ ist das Mantra dieser Einstellung. Dazu kommt, dass Schreiben an sich harte Arbeit ist, auch wenn es noch so viel Spaß macht. Es ist eine große mentale Anstrengung, die eigenen Gedanken klar zu formulieren, dabei die Handlung und alle Figuren im Kopf zu behalten und nicht an den eigenen Selbstzweifeln zu zerbrechen. Selbst große Autoren kämpfen häufig mit Schreibblockaden, wieso sollte es dir als Anfänger anders gehen?

Am Anfang ist die Idee

Wenn dir der Gedanke „Buch schreiben“ schon länger durch den Kopf geht, hast du wahrscheinlich bereits einige Ideen gesammelt. Vielleicht trägst du ein Notizbuch mit dir herum und schreibst unterwegs neue Einfälle auf. Wenn nicht, solltest du es auf jeden Fall tun. Eine Buch-Idee kann überall lauern, ob in der Bahn oder im Supermarkt, beim Treffen mit Freunden oder alleine unter der Dusche. Taucht sie auf, solltest du bereit sein. Willst du allerdings ein Buch beginnen, können zu viele Ideen auch hinderlich sein. Du musst dich für eine entscheiden. Suche keine Kombination oder Kompromiss, entscheide dich!

Hast du dich für ein Thema entschieden, solltest du es prüfen. Eine gute Idee ist toll. Damit ein Buch erfolgreich ist, braucht es allerdings etwas mehr. Verabschiede dich von der romantischen Idee, dass Bestseller durch Zufall, Glück oder Talent entstehen. Das Marketing für das fertige Buch hat wahrscheinlich den größten Einfluss auf die Absatzzahlen, aber du kannst bereits in dieser ersten Phase der Ideenfindung die Weichen stellen, egal ob Sachbuch oder Belletristik.

Jage deine Idee durch eine Suchmaschine. Blättere durch die Seiten von online Buchhandel und Bücher-Foren. Wie viele Ergebnisse gibt es dazu? Hat vielleicht schon jemand ein Buch mit diesem Inhalt geschrieben? Überprüfe im Freundeskreis oder über Social Media Kanäle die Relevanz deiner Idee. Wenn du bereits vor dem Buch schreiben das Vermarktungspotenzial deiner Idee prüfst, ist die Chance auf einen Erfolg größer. Stelle dir also bereits jetzt die Frage: Was macht meine Idee einzigartig?

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Sebastian Fitzek zeigt, wie man seinen eigenen Schreib-Stil findet und was zu einer packenden Story dazugehört.
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Eine grobe Struktur festlegen

Ist die Idee gefunden, solltest du im nächsten Schritt eine erste Struktur aufbauen. Welches Genre, welcher Schreibstil und welche Erzählperspektive? Setze dich jetzt mit diesen Fragen auseinander. Ein Brainstorming, eine Mindmap oder andere Kreativitätstechniken können dir dabei helfen, deiner Idee Tiefe zu verleihen und verschiedene Nebenstränge zu identifizieren. Versuche, deine Geschichte in einem Satz zusammenzufassen. Wenn dir das unmöglich erscheint, dann fasse den Anfang, die Mitte und das Ende in einem Satz zusammen. Eine Grundstruktur zu haben macht immer Sinn, selbst wenn das nicht deinem Schreibstil entspricht. Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Schreibtypen:

  • Der Outliner oder Plotter: Bevor er mit dem Schreiben anfängt, überlegt sich der Outliner die genaue Struktur seiner Geschichte. Er kennt jeden Handlungsstrang, jeden Charakter und seine Entwicklung sowie das Ende der Geschichte, bevor er auch nur ein Wort zu Papier gebracht hat. Vorteil dieses Schreibtyps ist, dass die Geschichte sich anhand eines roten Fadens entwickelt, was Sicherheit gibt. Andererseits kann die Kreativität eingeschränkt werden, weil man zu sehr an einem Plot festhält. Eine bekannte Outlinerin ist J.K. Rowling, die Autorin der „Harry Potter“ Reihe.
  • Der Discovery Writer oder Bauchschreiber: Er hält sich nicht mit einem Plan auf, sondern schreibt einfach drauflos. Die Geschichte und ihre Charaktere entwickelt er erst während des Schreibens. Das hat den Vorteil, dass man schneller mit dem Schreiben anfangen kann, seiner Kreativität freien Lauf lässt und überraschende Wendungen gar nicht erst Langeweile aufkommen lassen – für Autor und Leser. Allerdings ist es schwierig, den Überblick zu behalten, Verbindungen zu sehen oder am Ball zu bleiben, wenn die Ideen ausgehen. Ein berühmter Discovery Writer ist Stephen King.

Dem Anfänger geben durchdachte Outlines mehr Sicherheit, aber es ist durchaus auch eine Mischung beider Stile erlaubt. Beim Schreiben ist sowieso nichts verboten. Und nichts ist in Stein gemeißelt. Wenn dir später ein Plot nicht mehr gefällt, kannst du ihn jederzeit abändern oder austauschen. Aber das Aufschreiben hilft dir dabei, den eigentlichen Schreibprozess vorzubereiten, was den Start später leichter macht.

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Details geben Sicherheit

Jetzt ist es Zeit, ein bisschen detaillierter zu werden. Überlege dir einen ersten Titel. Das wird wahrscheinlich noch nicht der finale Buchtitel sein, aber dein Projekt sollte unter einem Namen laufen. Vielleicht hast du auch schon eine Idee, wie dein Buch anfangen soll. Schreibe es in Stichpunkten auf. Oder eine bestimmte Szene aus der Mitte des Buchs spukt dir seit Tagen im Kopf herum? Schreibe auch sie kurz auf.

Dann sieh dir deine Charaktere genauer an. Sie sind die Basis deiner Geschichte, deswegen solltest du ihrer Entwicklung viel Zeit widmen. Am besten schreibst du für jede Figur eine Biografie. Beantworte folgende Grundfragen:

  • Wie heißt die Figur?
  • Wann ist sie geboren?
  • Hat sie einen Partner?
  • Wo arbeitet sie?
  • Wo wohnt sie?
  • Wie sieht sie aus?

Um deine Hauptcharaktere wirklich kennenzulernen, solltest du in ihrer Biografie aber ein Stück weiter gehen und auch solche Fragen stellen:

  • Was bringt sie zum Lachen?
  • Wie reagiert sie auf Kritik?
  • Wie war ihre Kindheit?
  • Wovor hat sie Angst?
  • Was war das Schlimmste, was sie je getan hat?
  • Was ist ihr größtes Geheimnis?

Im Internet findest du viele Listen mit Fragen, die dir helfen, deinen Charakteren Leben einzuhauchen. Je mehr Einblick du in das Gefühlsleben deiner Figuren bekommst, desto weiter entwickelt sich auch der Plot deiner Geschichte.

Ebenso wie deine Figuren solltest du jetzt auch die Storyline deiner Geschichte mit Details versehen. Ordne die Geschehnisse chronologisch, schreibe Nebenhandlungen auf und führe erste Recherchen durch. Wenn dein Buch zum Beispiel im Mittelalter spielt, solltest du dich vor dem Schreiben mit dem Zeitalter auskennen. Lies also Bücher zum Thema, zieh das Internet zurate, führe vielleicht sogar Interviews mit Experten durch.

Aber Vorsicht: Es ist leicht, sich in der Recherche zu verlieren. Du musst nicht jedes Detail kennen, behalte im Hinterkopf, dass ein Roman immer noch Fiktion ist und nicht überall die Realität abbilden muss. Verbringe im Vorfeld nicht zu viel Zeit damit, einzelne Details kannst du später noch recherchieren. Schließlich geht es erst mal darum, dir den Start zu erleichtern.

Buch schreiben nach Plan: Stelle einen Zeitplan auf und stecke dir Ziele

So, das Grundgerüst deiner Geschichte steht, wieso hast du immer noch nicht mit dem Schreiben angefangen? Das könnte daran liegen, dass dir die Organisation fehlt. Bist du kein professioneller Autor, betrachtest du Schreiben wahrscheinlich eher als Hobby. Das führt dazu, dass dir immer wichtigere Dinge einfallen, die du tun könntest. Um produktiv zu sein, musst du deinen Schreiballtag organisieren. Plane feste Schreibzeiten ein, blocke dir einzelne Tage und passe deinen Alltag dem Schreibrhythmus an. Kannst du morgens am besten schreiben? Dann stehe zwei Stunden früher auf. Richte dir außerdem eine eigene kleine Schreibecke in deiner Wohnung ein. Explizit einen Ort festzulegen, an dem du kreativ werden kannst, hilft dir dabei, den Schreibprozess Routine werden zu lassen.

Setze dir außerdem ein klares Ziel. Das kann eine tägliche Wortanzahl sein oder der Abschluss eines Kapitels pro Woche. Hauptsache, du hast ein Ziel, auf das du hinarbeiten kannst und was dich bei Erreichung zum Weitermachen motiviert. Achte darauf, dass diese Ziele realistisch sind, damit du dich nicht gleich am Anfang selbst ausbremst. Ehrgeiz ist gut, aber verliere nicht aus den Augen, dass du das Buch aus Leidenschaft schreibst. Weil es dir Spaß macht.

Noch ein Hinweis zum Schluss: Wenn du nach all der guten Vorbereitung beflügelt mit dem Schreiben angefangen hast und dir die Worte nur so aus den Fingern purzeln, hab im Hinterkopf, dass auch harte Zeiten auf dich zukommen. Du wirst Schreibblockaden bekommen, unvorhergesehene Ereignisse bringen den Alltag durcheinander oder dir vergeht einfach die Lust. Dann ist es wichtig, dass du dich nach einer Pause neu motivierst. Behalte das große Ziel im Auge: dein erstes eigenes Buch.

Wenn du zwischendurch einen kleinen Schubs brauchst, hol dir den Meet your Master Kurs von Bestsellerautor Sebastian Fitzek. Mit über 10 Millionen verkauften Thrillern weiß er, wie du den Schreibprozess am besten ankurbelst. Und bei Vermarktung und Verlagssuche unterstützt er dich auch.

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