Gesang

Traumberuf Opernsänger: Diese Stimmlagen gibt es

Autor: Meet Your Master
Traumberuf Opernsänger: Diese Stimmlagen gibt es
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Lass dir vom Welttenor Jonas Kaufmann zeigen, wie du immer die richtigen Töne triffst.
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Wenn du die Oper liebst und gerne singst, dann hast du sicher schon einmal mit dem Gedanken gespielt, Opernsänger zu werden. Sicher weißt du auch, dass es unterschiedliche Stimmlagen gibt. Welche das sind, erfährst du hier.

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Worauf kommt es beim Vorsingen an? Opernsänger Jonas Kaufmann verrät es dir.

Stimmvirtuosen par excellence: Das machen Opernsänger anders

Operngesang unterscheidet sich grundsätzlich von anderen Gesangsarten. Dementsprechend sind Opernsänger echte Stimmvirtuosen, die ihre Stimme perfekt beherrschen und gekonnt einsetzen. Ihr Gesang mag für manche Ohren künstlich oder gar zu vornehm klingen. Doch wer eine Oper singen möchte, der muss seine Stimme voll und ganz im Griff haben.

Beim Operngesang kommt es auf die sogenannte Gähnweite an. Diese wird erzielt, indem das Gaumensegel angehoben und die Kehle tief gehalten wird. Dadurch werden die Stimmlippen nicht überstrapaziert und der Opernsänger kann dunkle, laute Töne erzeugen, die einen ganzen Saal mit Klang erfüllen.

Im Gegensatz dazu wird zum Beispiel beim Pop- und Rockgesang die Kehle eher hochgehalten. Nicht selten wird die Stimme dabei gepresst, was für die Stimmlippen sehr schädlich sein kann, wenn man diese Technik nicht beherrscht. Der erzeugte Ton ist sehr viel flacher als der eines Opernsängers, muss also in großen Konzertsälen durch ein Mikrofon verstärkt werden.

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Ein Faktor, der für alle Sänger jeden Genres relevant ist, die ist die Tonlage. Manche Menschen haben eine eher tiefe Gesangsstimme, andere eine hohe. Die besten Sänger erreichen sogar mehrere Oktaven, singen also zum Beispiel Alt, aber auch Mezzosopran. Welche unterschiedlichen Stimmlagen es insbesondere in der Oper gibt, liest du in den folgenden Absätzen.

Diese weiblichen Stimmlagen gibt es

Bei den weiblichen Singstimmen wird zwischen drei Tonlagen unterschieden. Zum einen gibt es die hohe Stimmlage, den Sopran. Auch der Knaben- und Kastratengesang wird mit dieser Tonlage beschrieben. Früher, als es Frauen verboten war in der Oper zu singen, haben nämlich Männer mit knabenhafter Stimme (meist Kastraten) Frauenrollen übernommen.

Der Tonumfang reicht in der Regel von h bis f’’. In der Oper wird zwischen lyrischem, jugendlich-dramatischem, dramatischem, hochdramatischem und dem sogenannten Koloratursopran unterschieden. Zu den berühmtesten Opernsängerinnen dieser Stimmlage gehören Anna Netrebko und Renée Fleming.

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Die mittlere Frauenstimme nennt man Mezzosopran. Sie liegt zwischen Sopran und Alt und zeichnet sich durch ihre besondere Fülle der Töne in der Mittellage aus. Mezzosopranistinnen erreichen in der Regel einen Umfang von g bis c’’. Unterschieden wird in der Oper zwischen lyrischem, dramatischem und Koloraturmezzosopran.

Häufig übernehmen Mezzosopranistinnen die sogenannten Hosenrollen, also die Darstellung eines jungen Mannes. Bekannte Opernsängerinnen unserer Zeit sind etwa Heidi Brunner oder Cecilia Bartoli. Viele Sängerinnen lassen sich aber auch nicht genau zuteilen, da sie Oktaven erreichen, die über den Stimmumfang des Mezzosopran hinausgehen.

Zu guter Letzt gibt es noch die tiefe Frauenstimme, den Alt. Diese Stimmlage kann auch von Männern mit einer sehr hohen Stimmlage erreicht werden, den sogenannten Countertenören. Der Tonumfang reicht von e bis a’’. Dass eine Altstimme in der Oper eine Hauptrolle übernimmt, kommt leider nur selten vor.

Es gibt aber einige berühmte Altrollen, wie zum Beispiel die Azucena in Giuseppe Verdis „Il Trovatore“, sowie die Erda in Richard Wagners „Das Rheingold“. Zu den berühmten Altistinnen gehören Wiebke Lehmkuhl und Birgit Remmert. Letztere erreicht allerdings auch höhere Oktaven und singt neben Alt auch Mezzosopran.

Diese männlichen Stimmlagen gibt es

Auch bei den Männern wird in der Oper zwischen drei Singstimmen unterschieden. Als Tenor wird die höchste Männerstimme bezeichnet. Diese Sänger singen sowohl mit der Kopf-, als auch Bruststimme. Meist übernehmen sie die Rolle des Helden, deswegen genießen Tenöre häufig höhere Bekanntheit als die meisten Baritone oder Bässe.

Unterschieden wird zwischen Spieltenor, lyrischem Tenor, dem Helden- und dem Charaktertenor. Der Stimmumfang reicht von a bis d’. Berühmt sind vor allem die „drei Tenöre“, bestehend aus den Spaniern José Carreras und Plácido Domingo, sowie dem Italiener Luciano Pavarotti. Auch unser Master Jonas Kaufmann ist ein Operntenor.

Zwischen Tenor und Bass befindet sich der Bariton. Die mittlere Männerstimme umfasst die Töne F bis b’. Einen Bariton, der Töne unterhalb dieses Umfangs erreichen kann, bezeichnet man als Bassbariton. Es gibt in der Oper lyrische, Kavalier-, Helden- und Charakterbaritone. Berühmte Baritone sind etwa Markus Eiche und Peter Mattei.

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Die tiefste männliche Stimmlage ist schließlich der Bass. Unterhalb dieses Stimmumfangs von C bis g’ gibt es in der Opernkomposition nichts mehr. Es gibt nur wenige Männer, die diese Stimmlage im Erwachsenenalter erreichen. Eine berühmte Rolle ist der Sarastro in Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Zauberflöte“. Unterschieden wird zwischen Bassbuffo, Charakterbass, seriösem Bass und Bass cantante. Berühmte Bässe sind Selcuk Cara und Kurt Rydl.

Neben diesen drei Tonlagen gibt es noch drei Sonderformen bei den männlichen Gesangsstimmen. Zum einen die sogenannte Falsett-Stimme, die ausschließlich mit der Kopfstimme gesungen wird. Das Besondere an dieser Stimmlage ist, dass die Stimmbänder nicht vollständig schwingen, sondern nur am Rande. Das macht den Falsett-Gesang besonders anspruchsvoll. Beim Jodeln wird übrigens zwischen Normalstimme und Falsett virtuos hin und her gewechselt.

Auf den Countertenor wurde bereits in der Beschreibung des weiblichen Alts eingegangen: Es handelt sich hier um die höchste männliche Stimme. Deswegen singen viele Countertenöre die Rollen, die früher von Kastraten eingenommen wurden. Sie erreichen deren Stimmumfang meist aber nicht komplett. Schließlich konnten Kastraten häufig sogar Mezzosopran und sogar Sopran singen.

Wenn du Opernsänger werden und dich ausbilden lassen willst, dann ist es wichtig, dass du deine Stimmlage kennst. Ein Gesangslehrer kann dir dabei helfen, falls du es selbst nicht genau bestimmen kannst. Noch mehr zum Thema Singen, Stimme und Oper erfährst du in Jonas Kaufmanns Meet Your Master Kurs. Er eignet sich sowohl für Fans des bekannten Tenors, Opernliebhaber, als auch für alle anderen, die Singen lernen möchten.

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