Gesundes Leben

Wie funktioniert Akupressur? Anwendung und Wirkung

Autor: Meet Your Master
Wie funktioniert Akupressur? Anwendung und Wirkung
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Akupressur hat ihren Ursprung in der traditionellen Chinesischen Medizin und ist eines der ältesten Heilverfahren. Betroffene sollen mit ihr sogar ihre eigenen Selbstheilungskräfte aktivieren können. Doch wie genau soll das funktionieren und wann kommt Akupressur zur Anwendung?

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Definition: Was ist Akupressur?

Akupressur ist eng mit Akupunktur verwandt, es gibt allerdings klare Unterschiede: Bei der Akupunktur werden von einer geschulten Ärztin oder einem Heilpraktiker Nadeln auf bestimmte Reizpunkte der Haut gesetzt. Bei der Akupressur werden diese Punkte durch Druck mit den Händen aktiviert. Deswegen ist sie auch zur Selbstbehandlung geeignet, da keine speziellen Hilfsmittel benötigt werden.

Grundsätzlich kommen beide Heilverfahren aus dem alten China: In der Traditionellen Chinesischen Medizin, kurz TCM, geht man davon aus, dass es eine Lebensenergie, das sogenannte Qi, gibt. Sie ist in allem zu finden, was lebendig ist. Beim Menschen fließt sie vor allem durch die Organe und ein Netzwerk von Energielinien, den sogenannten Meridianen.

Die Gesundheit eines Menschen ist stark vom Qi abhängig: Krankheiten entstehen laut der TCM nämlich immer dann, wenn die Lebensenergie aufgrund von Blockaden nicht mehr richtig fließen kann. Daran können äußere Umstände, wie Hitze oder Kälte, schuld sein. Häufig stecken aber Emotionen, Verletzungen, eine ungesunde Lebensweise oder bereits bestehende Krankheiten eine Rolle. Heilverfahren, wie die Akupressur, sollen diese Blockaden auflösen und das Qi wieder zum Fließen zu bringen können.

Insgesamt gibt es zwölf Hauptmeridiane und acht außerordentliche Meridiane im menschlichen Körper. Sie verlaufen sowohl innerlich als auch äußerlich und bilden einen Kreislauf mit den verschiedenen Organen. Wird ein Meridian blockiert, kann die Lebensenergie nicht mehr zum entsprechenden Organ fließen und der oder die Betroffene wird krank.

Auf den zwölf Hauptmeridianen gibt es 361 Akupressurpunkte. Diese werden bei der Akupressur durch Druck mit den Fingern stimuliert. Du kannst die wichtigsten Punkte oft ganz einfach selbst ertasten, da sie schmerzempfindlicher sind. Zum Beispiel gibt es den sogenannten Punkt Di-4, den du unter anderem zur Linderung von Kopfschmerzen stimulieren kannst. Er liegt auf dem Dickdarmmeridian und befindet sich auf dem Handrücken zwischen Zeigefinger und Daumen.

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Behandlung: Wann wird Akupressur angewendet?

Es gibt eine ganze Reihe an Beschwerden, bei denen Akupressur helfen kann. Dazu gehören unter anderem:

– Muskelverspannungen

– Rücken- und Nackenschmerzen

– Kopfschmerzen

– Zahnschmerzen

– Probleme mit dem Ohr (zum Beispiel Tinnitus)

– Bluthochdruck

– Menstruationsschmerzen und Zyklusunregelmäßigkeiten

– Schlafstörungen

– Nervosität und innere Unruhe

– Übelkeit

– Erschöpfung und Müdigkeit

– Übergewicht

– Verdauungsprobleme

– Atemwegserkrankungen (zum Beispiel Asthma)

Auch wenn du Akupressur ganz einfach selbst anwenden kannst, solltest du immer einen erfahrenen Arzt oder eine Therapeutin zurate ziehen. Sie können dich beraten und dir genau die Akupressurpunkte zeigen, die bei deinen Beschwerden infrage kommen. Außerdem können sie dir beibringen, wie du den nötigen Druck mit deinen Fingern erzeugst.

Wichtig: Wenn du schwanger bist, dann solltest du dich bitte IMMER mit deinem Arzt oder deiner Ärztin absprechen. Manche Punkte dürfen bei werdenden Müttern nämlich auf keinen Fall stimuliert werden. Hier ist also besondere Vorsicht gefragt!

Akupressur selbst anwenden: Das ist zu beachten

Das Schöne an Akupressur ist sicher, dass du sie oftmals selbst anwenden kannst. Allerdings solltest du dich vorher genau informieren, welche Punkte für deine Beschwerden stimuliert werden können. Wir empfehlen dir, wie bereits erwähnt, immer ärztlichen Rat einzuholen. Du kannst außerdem einen Akupressur-Kurs belegen, der von vielen Volkshochschulen angeboten wird.

Bevor du mit deiner Selbsttherapie beginnst, sollte dein Magen weder zu voll noch zu leer sein. Vermeide Akupressur direkt nach dem Essen oder wenn du hungrig bist. Ansonsten benötigst du keine speziellen Hilfsmittel: Den nötigen Druck kannst du mit der Fingerkuppe deines Zeigefingers oder Daumens oder dem angewinkelten Fingerknöchel deines Zeigefingers aufbauen. Wie stark und wie lange du Druck aufbaust, hängt immer individuell von der erwünschten Wirkung ab.

Ein fester Druck wirkt grundsätzlich beruhigend (zum Beispiel bei Schmerzlinderung). Sanfter Druck wirkt hingegen anregend. Anstatt zu drücken, können aber auch kreisende, klopfende oder vibrierende Massagen auf dem Akupressurpunkt helfen.

Die Wirkung setzt manchmal sofort ein, es kann aber auch schon mal bis zu 20 Minuten dauern. Je nachdem, was du behandelst, können auch mehrere Sitzungen nötig sein. Pro Tag kannst du Akupressur bis zu dreimal anwenden (morgens, mittags, abends). Zwischen den einzelnen Behandlungen sollte nämlich immer genug Pause sein, damit die Akupressur ihre volle Wirkung entfalten kann.

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Für wen ist Akupressur geeignet?

Jeder Mensch kann grundsätzlich von Akupressur profitieren. Wenn es um die Behandlung leichter Beschwerden, wie zum Beispiel Kopfschmerzen oder Übelkeit geht, kann sie oft als alleinige Therapie ausreichend sein. Geht es hingegen um die Behandlung von starken Schmerzen oder gravierenden Krankheiten, sollte sie immer nur als unterstützende Behandlung zur schulmedizinischen Therapie gesehen werden. Du kannst im Grunde auch nicht viel falsch machen, solange du Akupressur nicht auf entzündeten Körperstellen und Wunden anwendest. Bei zu starkem Druck können zwar schon mal blaue Flecken entstehen, ansonsten gibt es aber keine Nebenwirkungen, die bedenklich wären.

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