Filmproduktion

Filmproduktion: Wie läuft ein Filmdreh ab?

Autor: Meet Your Master
Filmproduktion: Wie läuft ein Filmdreh ab?
MEET YOUR MASTER
Lass dich von Heiner Lauterbachs Begeisterung für die Schauspielerei inspirieren: Lerne, wo der Unterschied zwischen Theater und Film liegt und wie du auch abseits der Bühne stets einen perfekten Auftritt hinlegst.
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Echte Cineasten wissen, dass hinter jedem filmischen Meisterwerk eine Menge Arbeit und vor allem Geld steckt. Doch wie läuft ein Filmdreh ab, sobald das Drehbuch geschrieben und die Finanzierung geklärt ist?

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Wie läuft ein Filmdreh ab: Die 3 Phasen

Damit ein Film oder eine Serie ein echter Erfolg wird, kommt es nicht nur auf die Story an, sondern vor allem auf die Produktion. Diese gliedert sich immer in drei Phasen, nämlich

Während der Vorproduktion wird der Film inhaltlich und organisatorisch geplant, damit der eigentliche Filmdreh reibungslos und strukturiert ablaufen kann. In der Postproduktion entsteht aus dem abgedrehten Material der finale Film. Jede einzelne Phase hat dabei ihre eigenen Herausforderungen, die von Beginn an mitgedacht werden müssen.

Filmproduktionen benötigen grundsätzlich, je nach Aufwand, mehrere Wochen bis Monate. Serienproduktionen dauern natürlich um einiges länger, da mehrere Folgen am Stück für die jeweilige Staffel produziert werden. Im Folgenden erfährst du, wie die einzelnen Produktionsphasen ungefähr ablaufen.

1. Die Vorproduktion

In dieser Phase wird die gesamte Vorarbeit geleistet. Der Produktionsleiter oder die Aufnahmeleiterin erstellt den gesamten Drehplan: In ihm wird festgelegt, wann und wo bestimmte Szenen gedreht werden. Das ist wichtig, denn meist werden sie nicht chronologisch abgedreht, um Kosten und Zeit zu sparen – vor allem bei Drehs in mehreren Städten oder Ländern.

Sollte es zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen, wie etwa Krankheit oder schlechte Wetterbedingungen, können Szenen im Drehplan auch getauscht oder vorgezogen werden. Solche Aktualisierungen übernimmt meist der Aufnahmeleiter oder eine Produktionsassistenz.

Sobald der Drehplan fertig ist, geht es an die Planung der Locations. Jetzt müssen zum Beispiel Filmstudios gebucht oder Drehgenehmigungen eingeholt werden sowie Filmkulissen gebaut und Requisiten organisiert werden. Für die Suche der richtigen Drehorte sind sogenannte Location Scouts zuständig, die nicht nur auf die richtigen Motive achten, sondern auch auf die Größe, Lage, Lichtverhältnisse und andere Störfaktoren, die für einen reibungslosen Ablauf ausschlaggebend sind.

Außerdem muss in der Vorproduktion die Ausstattung des Filmsets komplett stehen. Der Regisseur plant gemeinsam mit dem Requisiteur und Szenenbildner das Szenenbild, damit nur die Requisiten angeschafft werden, die auch wirklich im Bild zu sehen sein werden. Auch hier lautet das Stichwort Kosteneffizienz.

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2. Der Filmdreh

Beim eigentlichen Filmdreh ist die gesamte Filmcrew anwesend, also der Regisseur, die Produzenten, der Produktionsleiter, der Aufnahmeleiter, Kameraleute, Tontechniker, Lichttechniker, Kostüm- und Maskenbildner sowie die Schauspieler und Schauspielerinnen. Besonders drei Faktoren müssen jetzt zusammenspielen und entscheiden über den Erfolg der Produktion, nämlich Kamera, Ton und Licht. 

Um Achsensprünge und Anschlussfehler zu vermeiden, müssen alle Szenen in Berichten festgehalten werden. Dafür sorgt die sogenannte Script/Continuity, die meist von einer oder mehreren Personen übernommen wird und die eng mit dem Regisseur oder der Regisseurin zusammenarbeiten.

Die Kameraleute und -assistenten müssen die vor Drehbeginn festgelegten Kameraeinstellungen und -bewegungen genauestens umsetzen. Während der gesamten Produktion arbeiten sie am perfekten Bild. Der Ton wird direkt am Drehort aufgenommen, wofür die Tontechniker und -technikerinnen zuständig sind. Sie müssen sicherstellen, dass er in bester Qualität aufgenommen wird, egal aus welcher Distanz. Für das optimale Licht sorgen die sogenannten Oberbeleuchter und Lichttechnikerinnen. Sie achten auf die optimale Ausleuchtung, wenn künstliches Licht verwendet wird.

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3. Die Postproduktion

Sobald die Szenen abgedreht sind, geht es an die Produktion des eigentlichen Films. Jetzt wird das komplette Material gesichtet, damit es im Schnitt montiert werden kann. Der Cutter oder die Cutterin bringt alles in die richtige und sinnvolle Reihenfolge, streicht unnötige Szenen und erweckt den Film dadurch zum Leben. Mitunter können dabei mehrere Versionen eines Films entstehen. Deswegen werden von großen Blockbustern manchmal auch Extended Versions veröffentlicht, die länger sind die Kinoversion.

Auch der Ton wird in der Postproduktion nachbearbeitet und auf die fertig geschnitten Szenen angepasst. Manche Geräusche werden dabei nachträglich aufgenommen oder hinzugefügt und auch Nachsynchronisationen von Dialogen stehen jetzt an. Außerdem werden Off-Stimmen (Erzählstimme aus dem Hintergrund) aufgenommen und über die entsprechenden Szenen gelegt, ebenso wie Musik.

Der Tonmeister oder die Tonmeisterin achtet außerdem darauf, dass die Lautstärke einheitlich ist und fügt gegebenenfalls Spezialeffekte ein. Zu guter Letzt wird der Film noch von Bildtechnikern farb- und lichtkorrigiert bevor er freigegeben wird. Jetzt kann es endlich an die Veröffentlichung und Vermarktung gehen.

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