Gesang

Was ist eigentlich ein absolutes Gehör?

Autor: Meet Your Master
Was ist eigentlich ein absolutes Gehör?
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Lass dir vom Welttenor Jonas Kaufmann zeigen, wie du immer die richtigen Töne triffst.
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Jimi Hendrix, Mozart und Chopin haben eines gemeinsam: Sie verfügten über ein absolutes Gehör. Doch ist es wirklich eine besondere Begabung oder kannst du es vielleicht doch noch selbst erlernen? Dieser Artikel verrät es dir.

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Daran erkennst du, ob du ein absolutes Gehör hast

Wer ein absolutes Gehör hat, der kann die Höhe eines Tones ganz genau bestimmen und einordnen – und zwar ganz ohne Stimmgabel oder Vergleichston. Menschen mit einem absoluten Gehör können Stücke nach einmaligem Hören fehlerfrei nachspielen oder nachsingen. Wenn du einen Ton präzise bestimmen kannst, ohne einen Referenzton hören zu müssen, dann verfügst du über diese besondere Gabe.

Ein absolutes Gehör kann man sich nämlich nicht antrainieren, da es wohl vorwiegend genetisch bedingt ist. Doch nicht jeder, der mit einem absoluten Gehör geboren wird, ist auch gleichzeitig ein musikalisches Genie. Vielmehr ist die frühkindliche Musikerziehung entscheidend. Damit du weißt, dass es sich bei einem Ton um ein g oder c handelt, musst du schließlich wissen, wie ein g oder c klingt.

In Europa und Nordamerika verfügt nur eine von 10.000 Personen über ein absolutes Gehör. Alle anderen „Normalhörer“ haben hingegen ein relatives Gehör: Sie können Töne nur mithilfe eines Referenztons bestimmen. Dafür müssen sie ihr Gehör gut trainieren, um die Differenz zwischen den Tönen erkennen und bestimmen zu können.

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Relatives vs. absolutes Gehör: Der Unterschied liegt im Gehirn

Ob du ein relatives oder ein absolutes Gehör hast, lässt sich anhand deines Gehirns erkennen. Laut Forschern der Uniklinik Heidelberg sind die sogenannten Heschl’schen Querwindungen bei Menschen mit absolutem Gehör deutlich vergrößert. Sie befinden sich in der rechten Seite des Gehirns und verarbeiten Klänge. Menschen mit relativem Gehör nutzen hingegen die linke Seite des Gehirns beim Musikhören.

Wenn ein Mensch älter wird, dann verändert sich sein Gehör, das ist bei jedem so. Bei Absoluthörern äußert sich das darin, dass sie Töne plötzlich tiefer wahrnehmen, als sie sind. Der Grund dafür: Im Alter lässt die Elastizität der Basilarmembran im Innenohr nach. Auf dieser befinden sich die Sinneszellen für das Hören.

Ist ein absolutes Gehör doch häufiger verbreitet, als bisher angenommen?

Neuere Studien deuten darauf hin, dass das absolute Gehör häufiger verbreitet sein könnte als bisher angenommen. Interessanterweise verfügen etwa Menschen, die im Kindesalter eine tonale Sprache gelernt haben, oft auch über ein absolutes Gehör. Dazu gehören zum Beispiel Hochchinesisch, Thai, Laotisch, Swahili und Bantu. In diesen Sprachen ist die Tonhöhe eines Wortes entscheidend für dessen Bedeutung. Das chinesische Wort „ma“ hat zum Beispiel ganz unterschiedliche Bedeutungen, je nachdem wie es ausgesprochen wird. Nur wenn der Sprechende den richtigen Ton trifft, können andere ihn auch verstehen.

Das Institut für Musikermedizin in Hannover geht außerdem davon aus, dass es einen Zusammenhang zwischen absolutem Gehör und Autismus geben könnte. Dies müsse zwar noch weiter erforscht werden, es tritt aber auffallend häufig zusammen auf.

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Wer aber nicht schon als Kind ein absolutes Gehör hatte, der wird es später auch mit viel Training nicht mehr erlangen. Vielmehr geht es über die Jahre verloren, wenn es nicht bereits früh erkannt und gefördert wird. Das zeigt sich auch an den berühmten Beispielen von Absoluthörern, wie etwa Mozart oder Jimi Hendrix. Sie sind meist in musikalischen Haushalten aufgewachsen und lernten bereits als Kinder Instrumente spielen.

Um ein herausragender Musiker zu werden, braucht es aber nicht unbedingt ein absolutes Gehör. Denn auch Relativhörer können sehr talentierte Musiker sein. Viel wichtiger ist es, viel zu üben und immer wieder Neues dazuzulernen. Zum Beispiel mit dem Meet Your Master Kurs von Jonas Kaufmann. Hier lernst du alles rundum das Thema Singen und Musik. Ein Online-Kurs der wahrlich Spaß macht, unterhält und gleichzeitig wertvolles Wissen vermittelt.

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