Filmproduktion

Wie funktioniert ein Greenscreen?

Autor: Meet Your Master
Wie funktioniert ein Greenscreen?

Er kommt in Nachrichtensendungen, bei der Wettervorhersage, in Spielfilmen und jeglichen TV- und Filmproduktionen zum Einsatz: Ohne den Greenscreen wäre im Foto- und Bewegtbildbereich vieles unmöglich. Wofür er genau benötigt wird und wieso er grün ist, erfährst du in diesem Artikel.

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Was macht der Greenscreen überhaupt?

Egal, ob du ins Kino gehst, Werbeaufnahmen ansiehst, Fernsehen oder Videos auf dem Smartphone guckst: Du begegnest dem Greenscreen so gut wie jeden Tag, ohne ihn wirklich sehen zu können. Mit ihm ist es Fotografen und Filmschaffenden möglich, bewegte Bilder mit einer professionellen Software freizustellen. In der digitalen Nachbearbeitung wird der grüne Hintergrund also entfernt und durch beliebige Inhalte ausgetauscht (Bilder, Videos, virtuelle Studios usw.).

Diese farbbasierte Bildfreistellung wird als Chroma-Key-Verfahren bezeichnet. Neben grün verwendet man dabei auch blau. Doch wieso wurden gerade diese zwei Hintergrundfarben für das Verfahren gewählt? Ganz einfach, beide Farben heben sich gut von den menschlichen Hauttönen ab. Da viele Kleidungsstücke und Gegenstände allerdings doch einen hohen Blauanteil haben, wird inzwischen fast nur noch mit Greenscreens gearbeitet. Außerdem reagieren digitale Kameras auf die Farbe Grün sehr empfindlich. Das macht die Nachbearbeitung einfacher als mit blauem Hintergrund.

Beim Dreh oder Fotoshooting wird ein Objekt oder eine Person vor dem grünen Hintergrund platziert. Mit einem Schnitt- oder Bildbearbeitungsprogramm, das Chroma Keying unterstützt, wird der Greenscreen recht simpel in der Nachbearbeitung ersetzt. Das funktioniert aber nur, wenn der Greenscreen aus einem Material besteht, dass die Farbe möglichst gleichmäßig darstellt. Die richtige Ausleuchtung spielt hierbei ebenfalls eine wichtige Rolle.

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Seit wann arbeitet man mit dem Chroma-Key-Verfahren?

Entwickelt wurde es bereits in den 1930er-Jahren, als RKO Pictures für den Film King Kong (1933) zum ersten Mal Bluescreens für die Erstellung aufwendiger Übergänge verwendet hat. Im Vergleich zum heutigen Chroma-Key-Verfahren gab es damals natürlich noch viele Einschränkungen: Die Kameras mussten an einem festen Standort aufgebaut werden, damit die Effekte funktionierten. Auch die Schauspieler konnten ihre Perspektive nicht wechseln.

1940 wurde mit Der Dieb von Bagdad der erste Kinofilm gedreht, bei dem die Bluescreen-Technologie für optische Spezialeffekte angewandt wurde. Über die Jahrzehnte hat sie sich immer weiter entwickelt und fand ab den 1960er-Jahren auch im deutschen Fernsehen Anwendung.

Inzwischen ist es aus der Film- und Fernsehindustrie sowie aus der professionellen Fotografie kaum noch wegzudenken. Vom virtuellen Studio der Tagesschau bis zu den aufwändigen Special Effects, überall kommt das Chroma-Key-Verfahren zum Einsatz.

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Wie kann ich selbst einen Greenscreen verwenden?

Das Chroma-Key-Verfahren lässt sich im Grunde sehr einfach anwenden und du kannst dir dein eigenes Homestudio mit Greenscreen bauen. Egal, ob für Foto- oder Videoaufnahmen. Alles, was du benötigst, ist der richtige Hintergrund. Im Internet oder Fachgeschäft kannst du dir ein komplett fertiges Greenscreen-Set kaufen.

Alternativ kannst du glatte Wände oder Platten mit grüner Farbe, die du im Baumarkt kaufen kannst, anstreichen. Wichtig ist hierbei neben dem glatten Hintergrund, dass du die Farbe gleichmäßig aufträgst. Die Fläche sollte außerdem deinen gesamten Kamerarahmen ausfüllen und keine Schatten werfen.

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Ohne die richtige Beleuchtung funktioniert das Verfahren nicht. Achte daher auf eine gleichmäßige und gute Ausleuchtung des Hintergrunds, damit Schatten und Spiegelungen minimiert werden. Du solltest dich bestenfalls mit Beleuchtung etwas auskennen und im Besitz professioneller Lampen sein (alternativ kannst du diese natürlich auch bei einem Kameraverleih mieten).

Zu guter Letzt benötigst du die richtige Foto- oder Videobearbeitungssoftware mit einem “Chroma-Key-Filter”. Diesen findest du inzwischen in jedem professionellen Programm. Aber auch viele günstige und kostenfreie Bildbearbeitungsprogramme besitzen diese Funktion inzwischen. Am besten recherchierst du hierzu also im Vorfeld.

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