Kochen

Selbst Kaffee rösten: So funktioniert’s

Autor: Meet Your Master
Selbst Kaffee rösten: So funktioniert’s

Für Kaffeeliebhaber ist der Duft des Heißgetränks ein wahrer Genuss. Wie schön wäre es, wenn du in deiner Küche deinen Kaffee rösten könntest. Tatsächlich geht das mit etwas Übung ganz einfach. Hier erfährst du, wie es funktioniert.

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Kaffeerösten: Welche Prozesse spielen sich ab?

Kaffeerösten ist ein traditionelles Handwerk, das ein wenig Fingerspitzengefühl erfordert. Jeder Kaffee hat sein ganz eigenes Röstprofil, das seinen individuellen Charakter betont und für den Geschmack entscheidend ist. Bei der Röstung finden sehr komplexe, chemische Reaktionen statt.

Eine Kaffeebohne besteht aus 300.000 bis 400.000 Zellen. Wenn sie geröstet wird, setzen sich aufgrund der Hitzezufuhr die enthaltenen Zuckerstoffe und Aminosäuren neu zusammen. In jeder einzelnen Zelle entstehen außerdem schätzungsweise 1.000 neue Aromen. Kaffee gehört damit zu den aromatischen Lebensmitteln.

Wenn du das Rösten selbst in der heimischen Küche versuchen möchtest, dann gibt es verschiedene Methoden, die du ausprobieren kannst. Zuerst musst du aber natürlich die richtigen, noch grünen bis gelben Kaffeebohnen kaufen. Diesen Rohkaffee findest du in diversen Fachgeschäften oder Online-Shops. Am besten suchst du einfach mal in der Suchmaschine deines Vertrauens nach „Rohkaffee“. Es empfiehlt sich dabei, auf BIO-Qualität zu achten.

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Methode 1: Kaffee rösten in der Pfanne

Für diese Methode benötigst du, neben deinem Rohkaffee, Folgendes:

  • Pfanne oder Wok
  • Infrarot-Thermometer
  • Schutzbrille und Schutzkleidung (zum Beispiel einen Malerkittel oder Overall)

Bevor du loslegst, solltest du für eine gute Durchlüftung sorgen. Beim Rösten kommt es zu einer leichten bis mittleren Rauchentwicklung. Öffne daher deine Fenster möglichst weit und schalte den Dunstabzug über deinem Herd an (falls du einen besitzt). Es empfiehlt sich außerdem, eine Schutzbrille und Schutzkleidung zu tragen.

Erhitze deine Pfanne, bis dein Infrarot-Thermometer 200 bis 220 Grad anzeigt, und verteile darin deine rohen Kaffeebohnen. Damit sie von allen Seiten gleichmäßig rösten, musst du sie immer wieder wenden. Nach etwa 5 bis 10 Minuten beginnen die Bohnen zu dampfen und platzen auf. Da sie leicht aus der Pfanne springen können, solltest du spätestens jetzt deine Schutzbrille aufsetzen, um Verletzungen zu vermeiden.

Habe deine Bohnen ständig im Blick, damit sie nicht anbrennen. Sobald sie die typisch dunkelbraune Färbung angenommen haben, sind sie fertig geröstet und du kannst sie aus der Pfanne nehmen. Gebe Sie in einen trockenen kalten Behälter, damit sie schnellstmöglich abkühlen können.

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Methode 2: Kaffee rösten im Backofen

Diese Methode würden wir dir empfehlen, da sie weniger rauch- und geruchsintensiv ist. Außerdem benötigst du neben deinem Rohkaffee lediglich deinen Backofen – sonst nichts. Heize deinen Ofen auf 200 bis 220 Grad mit Umluft vor und verteile die Kaffeebohnen auf dein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Sobald dein Ofen die gewünschte Temperatur erreicht hat, schiebst du das Blech in den Ofen und wartest etwa 12 bis 20 Minuten (je nach gewünschten Röstgrad).

Den Backofen darfst du währenddessen auf keinen Fall öffnen! Denn sonst entweicht wertvolle Hitze. Da du ihn auf Umluft eingestellt hast, ist ein Wenden der Bohnen ohnehin nicht nötig. Sobald die Bohnen fertig geröstet sind, kannst du sie aus dem Ofen nehmen und in einem trockenen kalten Behälter abkühlen lassen.

Worauf ist sonst noch zu achten?

Damit dein frisch gerösteter Kaffee sein volles Aroma entfalten kann, solltest du ihn erst mal für ein bis zwei Tage nach der Röstung ruhen lassen. Bewahre ihn am besten in einer typischen Kaffeedose auf, die du luftdicht verschließen kannst. Diese findest du in jedem gut sortierten Fachgeschäft.

Es gibt auch sogenannte Haushaltsröster, die du kaufen kannst. Damit ist der Röstprozess sicher um einiges bequemer und es ist leichter, den perfekten Röstgrad zu erreichen. Doch was versteht man eigentlich unter Röstprofil und Röstgrad?

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Röstprofil: Es setzt sich aus der Temperatur und der Röstdauer zusammen. Je nach Bohnensorte variiert es und führt daher zu verschiedenen Geschmacksausprägungen. Beim Kauf deines Rohkaffees empfiehlt es sich daher, auf das Röstprofil zu achten.

Röstgrad: Es gibt verschiedene Röstgrade von Bohnen, die von der Rösttemperatur abhängen. Geübte Röstmeister erkennen ihn aufgrund der Farbe der Bohnen mit bloßem Auge. Während des Röstens verändert die Bohne ihre Farbe von grün/gelb bis dunkelbraun.

Damit du zum heimischen Röstprofi wirst, empfiehlt es sich, wenn du dich im Vorfeld gut informierst. Es gibt zahlreiche Bücher, Websites, Seminare und Kurse zum Thema Kaffee. Eines ist aber sicher: Ein frisch-gebrühter Kaffee aus eigens gerösteten Bohnen schmeckt einfach besser – allein aufgrund des Gedankens, dass du jeden Schritt selbst durchgeführt hast.

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