Wie lerne ich leichter lange Texte auswendig?

Das Lernen von Texten ist eine echte Herausforderung. Besonders diese frei und flüssig vor einem Publikum wiedergeben zu können, ist mit viel Übung verbunden.

Als Theater- und Filmschauspieler mit 30jähriger Erfahrung weiß Heiner Lauterbach, wie auch Du Dir die längsten Texte merken kannst.

Fünf Tipps von Schauspieler Heiner Lauterbach

Unser Gehirn ist zu erstaunlichen Leistungen fähig. Ähnlich wie ein Muskel auch kann es trainiert werden, um sich Dinge leichter merken zu können.

Auch außerhalb der Film- und Theaterwelt kann freies Sprechen von Texten hilfreich sein. In vielen Berufen wird es immer wichtiger etwas zu präsentieren. Zum Beispiel um einen neuen Kunden zu begeistern. Auch bei dieser Form des Sprechens können Texte im Vorfeld geübt und auswendig gelernt werden.

Ähnlich sieht es bei Social Media aus. Nicht jeder kann sofort frei in die Kamera sprechen. Mit einem zuvor auswendig gelernten Text wird es schon einfacher.

Besonders für alle, die unter Lampenfieber leiden, ist das Textlernen hilfreich. Dies weiß auch Heiner Lauterbach. Er empfiehlt daher allen, die sichere Textbeherrschung. Sie gibt einem die Sicherheit, die an anderer Stelle vielleicht fehlt. Texte sprechen zu lernen, kann daher einiges in Bewegung setzen.

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Schauspiel-Handwerk für den „Normalo“

Für Schauspieler ist der Text die Basis der zu spielenden Rolle. Sie gibt den Leitfaden vor und zeigt die Handlung auf. Umso wichtiger ist es, den Text in- und auswendig sprechen zu können.

Mit über einhundert gedrehten Filmen hat Schauspieler Heiner Lauterbach bereits viel Text lernen müssen. Hier gibt er Dir fünf seiner persönlichen Tipps, wie er sich die Texte für seine Rollen erarbeitet und auswendig lernt.

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1. Fang rechtzeitig an zu lernen

Es ist ein Irrglaube zu denken, Texte zu lernen geht schnell. Auch mit viel Übung dauert es einfach eine Zeit bis auch der längste Text verinnerlicht worden ist. Es ist eine Fleißaufgabe, die zum Handwerk der Schauspielerei dazu gehört.

Heiner Lauterbach erstellt sich daher einen richtigen Lernplan mit Zeiten. Dieser beinhaltet folgende Punkte:

  • Vorbereiten: Skript lesen und verstehen
  • Lernen: Kapitel für Kapitel laut lesen und betonen
  • Wiederholen: das bereits Gelernte wird täglich wiederholt, so dass nichts verloren geht.

Je länger das Skript, um so mehr Zeit muss eingeplant werden.

2. Textlernen ist Arbeitszeit

Eine Erkenntnis, die für Heiner Lauterbach sehr entscheidend war, ist, dass das Lernen von Text Arbeitszeit ist. Während andere ins Büro, Geschäft, Krankenhaus oder ähnliches gehen, um ihre Arbeit zu verrichten, lernt der Schauspieler seinen Text. Er rät Jungschauspielern daher unbedingt davon ab, diesen wichtigen Part nicht richtig ernst zu nehmen. Er selbst hat das zu Beginn seiner Karriere getan und musste schnell feststellen, dass das Textlernen ein Teil seines Tagesgeschehens ist. Er plant dies daher bewusst in seinen Berufsalltag mit ein.

3. Übe in unterschiedlichen Situationen

Um den Text wirklich frei sprechen zu können, empfiehlt Heiner Lauterbach in unterschiedlichen Situationen zu üben. Probiere es im Sitzen, Liegen, Fahrradfahren (auf den Verkehr achten nicht vergessen), beim Joggen oder Waldspaziergang. Wenn Du den Text überall abrufen kannst, bist Du stressresistenter auf der Bühne oder vor der Kamera, sollte doch mal etwas schiefgehen.

Es ist wie das kleine Einmaleins, dass Du als Kind lernen musstest. Sicher haben Deine Eltern Dich auch überall und manchmal auch ganz plötzlich abgefragt, um zu schauen, wie tief das Gelernte schon ins Gedächtnis über gegangen ist.

4. Sprich den Text laut

Als Schauspieler musst Du die Rolle fühlen. Der Zuschauer soll schließlich nicht spüren, dass Du nur spielst. Neben dem bloßen Text sind die richtige Betonung, Mimik und Gestik daher elementar. Heiner Lauterbach übt das Textsprechen daher immer laut und denkt sich imaginär an den Ort des Geschehens. Er probiert die Rolle mal mit sanfter Stimme, mal laut brüllend. Das tut er solange bis er es für passend erachtet. Auch das gehört zum Textlernen dazu. Sich auszuprobieren und seine Stimme als ein Instrument mit unterschiedlichen Tönen zu verstehen. Trau Dich daher, es auch mal anders zu sprechen.

5. Lass Dich von jemandem abhören

Sich abhören lassen, ist das i-Tüpfelchen beim Lernen von Texten. Dein Gegenüber kann Dir direktes Feedback geben und ist Dein Sparringspartner, um die Rolle zu verbessern.

Nutze diese Möglichkeit unbedingt, wenn Du sie hast. Gemeinsam macht das Lernen auch viel mehr Spaß und geht leichter von der Hand.

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