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Schauspiel: Die hohe Kunst der Improvisation

Autor: Meet Your Master
Schauspiel: Die hohe Kunst der Improvisation
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Viele berühmte Schauspieler und insbesondere Komiker sind oft wahre Meister der Improvisation. Das freie Spiel ist gar nicht so einfach und erfordert neben Talent auch viel Übung. Wie das Improvisieren gelingt und welche Regeln beim Improvisationstheater gelten, erfährst du in diesem Artikel.

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Einfach drauflosspielen: Wie funktioniert Improvisation?

Sie ist ein wichtiges Fach der Schauspielerei, deswegen ist bei den meisten Schauspielschulen Improvisation ein fester Bestandteil des Lehrplans. Das wichtigste Kriterium fürs Improvisieren: Du musst dafür spontan reagieren können, völlig im Moment spielen und das Ganze dennoch natürlich aussehen lassen.

Um das zu üben, kannst du Improvisationstheater ausprobieren. Diese Sonderform des Theaters lebt vom spontanen Spiel und funktioniert komplett ohne vorgegebenes Skript. Das Schöne daran ist, dass die Geschichten erst auf der Bühne entstehen und das Publikum häufig als Inspirationsquelle dient. Viele „Improgruppen“ ziehen die Zuschauer auch aktiv mit ein: Sie fordern diese etwa auf, bestimmte Begriffe hineinzurufen, welche die Schauspieler dann geschickt in ihrem Spiel unterbringen müssen.

Damit das funktioniert, müssen die Schauspieler als Team zusammenarbeiten. Das erfordert Offenheit, Sensibilität und vor allem Spontanität: Die Darsteller müssen spontan aufeinander reagieren und eingehen können.

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Dementsprechend ist das Improvisationstheater eine besonders gute Schule für Komiker: Spontanität und Schlagfertigkeit sind wichtige Fähigkeiten, die diese benötigen und beim Improtheater erlernen können. Ein berühmtes Beispiel für einen Meister der Improvisation ist zum Beispiel Robin Williams. Der 2014 verstorbene Schauspieler und Comedian hat einige seiner berühmtesten Filmszenen improvisiert und gilt bis heute als einer der besten Komiker, die es je gab.

Welche Regeln gelten beim Improvisationstheater?

Damit Improvisationstheater funktioniert, müssen die Schauspieler ein paar Regeln kennen und befolgen. Das mag im ersten Moment paradox klingen, doch ganz ohne diese Rahmenbedingungen würde es nicht funktionieren. Die wichtigsten Regeln sind wie folgt:

Sag niemals Nein.

Stelle keine Fragen.

– Sprich nicht über die Vergangenheit oder die Zukunft.

– Kämpfe nicht.

– Sprich nicht über Personen, die in der Szene nicht anwesend sind.

– Verhandle nicht um Geld.

Die fett markierten Regeln sind beim Improvisationstheater mit die wichtigsten, damit das Spiel funktioniert: Die Schauspieler müssen zum Beispiel immer Ja sagen und nicht alles hinterfragen, denn sonst würde der Spielfluss ständig gestört werden. Wichtig ist auch, dass sie immer in Bewegung bleiben und nicht nur statisch dastehen. Deswegen gibt es oft einige Requisiten, welche die Schauspieler mit einbeziehen können. Allgemein ist es wichtig, dass sie stetig miteinander interagieren, damit keine Langeweile aufkommt.

Übung macht auch beim Improvisieren den Meister und erfahrene Schauspieler haben die Regeln des Improvisationstheaters derart verinnerlicht, dass sie gar nicht groß über diese nachdenken müssen, sondern einfach drauflosspielen. Selbst wenn doch mal eine der Regeln gebrochen wird, sind sie Profi genug, um spontan zu reagieren.

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Berühmte Filmszenen, die spontan durch Improvisation entstanden sind

Robin Williams war nicht der Einzige, der am Filmset improvisiert hat. Es gibt einige berühmte Szenen, die so nie im Drehbuch standen. Hier sind einige Beispiele:

1. Star Wars: Das Imperium schlägt zurück (1980)

Als Prinzessin Leia (Carrie Fischer) Han Solo (Harrison Ford) ihre Gefühle gesteht, sollte dieser auf ihr „Ich liebe dich“ eigentlich „Ich liebe dich auch“ antworten. Doch Harrison Ford antwortete stattdessen mit einem „Ich weiß“, da er fand, dass das besser zum Charakter Han Solos passe. George Lucas stimmte ihm wohl zu und übernahm die Szene in den Film.

2. Pretty Woman (1990)

Erinnerst du dich an die Szene, als Edward (Richard Gere) Vivian (Julia Roberts) eine teure Diamanten-Halskette überreicht? Behutsam streckt sie die Hand danach aus, als Edward die Schmuckschatulle plötzlich zuschnappen lässt. Das darauffolgende Lachen von Julia Roberts ist nicht gespielt, sondern echt. Richard Gere hat sich nämlich einen Scherz erlaubt, der dem Regisseur so gut gefiel, dass die sympathische Szene es in den Film schaffte.

3. Good Will Hunting (1997)

Diese Szene liefert den besten Beweis für Robin Williams Improvisationstalent: Er spielt in Good Will Hunting den Psychologen Sean, der seinem Patienten Will (Matt Damon) während einer Sitzung von den Blähungen seiner Frau erzählt. Diese habe sie immer dann, wenn sie nervös sei oder schlafe. Die beiden Schauspieler lachen herzlich über die Anekdote, die sich Robin Williams spontan einfallen ließ. Im Drehbuch stand eigentlich eine ganz andere Geschichte. Wenn du genau hinguckst, kannst du sehen, dass das Bild etwas wackelt – der Kameramann war nämlich genauso überrascht wie Matt Damon und musste mitlachen.

Noch mehr zum Thema Schauspiel erfährst du im Meet Your Master Kurs mit Heiner Lauterbach. Lerne von einem der besten Schauspieler Deutschlands zum Beispiel, wie man eine Rolle erarbeitet und wie man sich auf den Punkt genau konzentrieren kann. Seine praktischen Tipps sind nicht nur beim Schauspiel, sondern auch für den privaten und beruflichen Alltag hilfreich.

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