Drehbuch schreiben: 5 Tipps für angehende Autoren

Einem fesselnden Film liegt immer ein fantastisches Drehbuch zugrunde. Doch Drehbuch schreiben will gelernt sein, damit aus einer Idee am Ende ein richtig guter Film wird. Wir zeigen Dir die wichtigsten Grundlagen und Tipps für ein gelungenes Skript.

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Drehbuch schreiben: Eine Kunst für sich

Schreiben ist nicht gleich schreiben und bei einem Roman gehst Du ganz anders vor, als bei einem Drehbuch. Während Du bei ersterem direkt für Deine Leserschaft schreibst, schreibst Du bei einem Drehbuch fürs Auge. Du schreibst also Anweisungen, welche die Filmemacher umsetzen. Bereits beim Schreibprozess zeigt sich, dass Du anders herangehst.

1. Finde Deine Geschichte

Kein Film ohne Handlung, deswegen ist es wichtig, dass Du erstmal eine Geschichte findest, die Du erzählen möchtest. Oftmals hat man ganz viele Ideen auf einmal, aber beim Drehbuch schreiben brauchst Du ein klares Ziel. Der rote Faden Deiner Handlung sollte am Ende zu diesem Ziel führen und so stark sein, dass er 90 Minuten lang trägt.

Vielleicht hast Du auch schon einmal etwas von der Heldengeschichte gehört. Der Begriff lehnt sich an die Geschichten der griechischen Mythologie an, allen voran Homers Odyssee, und geht nach demselben Muster vor: Deine Hauptfigur ist der Held, den Du auf die Reise schickst, damit er sein Elixier erhält, also sein Ziel erreicht.

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So gut wie jedem Film, den Du im Kino oder Fernsehen siehst, liegt dieses Prinzip der Heldengeschichte zugrunde. Es gibt also immer mindestens einen Protagonisten und ein Ziel, welches er im Laufe des Films erreichen möchte. Auf dem Weg zu diesem Ziel stößt er auf Hindernisse. Das können Gegenspieler, Rätsel oder ungünstige Umstände sein, die er aus dem Weg schaffen bzw. lösen muss.

Sobald Du eine Filmidee hast, solltest Du Dir also das Ziel Deiner Hauptfigur überlegen und wie sie dieses erreichen kann. Oft merkst Du dann bereits, ob Deine Idee das Potenzial für einen abendfüllenden Film besitzt.

2. Erschaffe nicht bloß Figuren, sondern Filmfiguren

Kein Film ohne Held, Gegenspieler und Nebendarsteller. Wenn Du Deine Geschichte entwickelst, solltest Du Dir deswegen Gedanken über Deine Figuren machen. Dabei ist ihr Aussehen genauso wichtig, wie ihr Charakter: Was sind ihre Stärken und Schwächen? Welche Intention verfolgen sie? Und in welchem Verhältnis stehen die Figuren zueinander?

Deine Filmfiguren stehen im Zentrum Deiner Erzählung und es gibt zwei Arten, wie Du erzählen kannst: figuren- oder handlungsgetrieben. Beim figurenbasierten Erzählen näherst Du Dich Deinen Figuren von innen an. Der Fokus liegt also auf ihrem Innenleben, ihren Gefühlen. Beim handlungsgetriebenen Erzählen näherst Du Dich ihnen hingegen von außen an. Hier stehen eher die Ereignisse im Mittelpunkt und ein Vorfall reiht sich an den nächsten.

Im besten Fall versuchst Du, beide Herangehensweisen miteinander zu verweben. Du musst also eine Balance finden. Fokussierst Du Dich nämlich zu sehr auf das Innenleben der Figuren, verliert Deine Geschichte an äußerer Spannung. Deine Hauptfigur solltest Du immer als Schlüssel für die Dramaturgie Deiner Geschichte sehen: Sie sollte interessant und stark genug sein, damit die Zuschauer ihr folgen möchten. Die Handlung ist der Raum, in dem sich alle Deine Figuren zurechtfinden müssen.

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3. Dramaturgie: Folge der 3 Akt Regel

Damit deine Handlung Sinn ergibt und Spannung erzeugt wird, brauchst du eine Dramaturgie. Deine Geschichte muss einer Kausalität folgen, damit sie nachvollziehbar ist.

Vielleicht erinnerst Du Dich noch an die 3 Akt Struktur aus dem Deutschunterricht. Genau dieser solltest Du bei der Entwicklung der Dramaturgie folgen: Du brauchst also eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss.

In der Einleitung führst Du den Zuschauer an Deine Geschichte heran: Die wichtigsten Figuren, allen voran Dein Held, werden vorgestellt, ebenso der Ort der Handlung und wann Deine Geschichte spielt. Danach folgt ein Wendepunkt in Deiner Geschichte, der den Hauptteil einleitet. Meist handelt es sich hierbei um ein Problem oder einen Konflikt. Mit dem Wendepunkt sollte Deine Geschichte sich immer weiter aufbauschen bis sie ihren Höhepunkt erreicht. Auf diesen folgt der Schluss – meist das Happyend, wobei nicht jeder Film gut enden muss.

Bei der Entwicklung Deiner Dramaturgie solltest Du vor allem eines immer im Hinterkopf behalten, egal ob Du eine Komödie oder ein Drama schreibst: Du musst bei Deinen Zuschauern Emotionen auslösen. Sie müssen mit Deiner Geschichte mitfühlen können, sie müssen gepackt werden und in die Welt Deines Films entführt werden. Nur dann kann Dein Film ein Erfolg werden.

4. Eine Szene schreiben: Wie geht das eigentlich?

Jede Geschichte besteht aus verschiedenen Szenen und diese sollten auch für sich alleine stehen können: sie brauchen einen Anfang, einen Hauptteil und ein Ende. Außerdem werden sie von Zielen und Bedürfnissen der Figuren bestimmt, die in ihnen auftreten. Jede Szene hat also ihre eigene Hauptfigur – und diese muss nicht der Held des Films sein.

Es kann sich auch um den Gegenspieler deines Helden oder eine der Nebenfiguren handeln. Wichtig ist, dass du dir auch hier überlegst, welches Ziel in der Szene verfolgt wird. Manipuliert deine Figur vielleicht andere, um ihrem persönlichen Ziel näherzukommen? Oder entdeckt sie etwas, dass ihre Motivation befeuert? Deine Szene sollte in sich Sinn ergeben und für das große Ganze seinen Teil beitragen.

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5. Dialoge schreiben, die funktionieren

Mit den Dialogen steht und fällt ein Film und das Schreiben guter Dialoge erfordert viel Fingerspitzengefühl. Nur im Zusammenspiel mit einer guten Handlung und durchdachten Figuren funktionieren Filmdialoge. Bestes Beispiel sind die Filme von Quentin Tarantino: Er versteht die Kunst der Filmdialoge und des gelungenen Schlagabtauschs zwischen den einzelnen Figuren, um seine Handlung voranzutreiben.

Achte darauf, dass Deine Dialoge die Motive der Figuren wieder spiegeln. Sie müssen auf der funktionalen Ebene bestehen, damit die Zuschauer wissen worauf Du hinauswillst. Nichts ist schlimmer als ein banaler oder flacher Dialog, bei dem die Intention der Sprechenden nicht klar ist.

Wenn Du schreibst, solltest Du Dich also immer fragen, was der Sinn und Zweck Deines Dialogs für die Szene ist. Denn selbst die besten Schauspieler können einen schlechten Dialog nicht besser machen.

Letztendlich erfordert das Schreiben eines Drehbuchs viel Fachwissen und Knowhow. Schau Dir Deine Lieblingsfilme genau an und lies Dir die zugehörigen Drehbücher durch, um ein Gefühl zu bekommen. Wir legen Dir außerdem den Onlinekurs von unserem Master Til Schweiger ans Herz, in dem er Dir erklärt, was ein gutes Drehbuch für einen Blockbuster ausmacht.

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