Motivation

Teamrollen nach Belbin: So stellst du ein gutes Team zusammen

Autor: Meet Your Master
Teamrollen nach Belbin: So stellst du ein gutes Team zusammen
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Ein großes Projekt setzt man am besten im Team um. Aber wenn die Zusammensetzung nicht optimal ist, können Probleme entstehen. In diesem Artikel erfährst du, wie du mit einer Verteilung der Teamrollen nach Belbin das perfekte Team zusammenstellst.

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Warum Teamrollen so wichtig sind

Oft passiert es, dass Teamprojekte scheitern, obwohl die teilnehmenden Personen kompetent und motiviert waren. Vielleicht konnte kein Konsens erzielt werden oder das Ergebnis hielt einer Prüfung außerhalb der Gruppe nicht stand. Es ist keine leichte Aufgabe, ein gutes Team zusammenzustellen. Du kannst nicht nur pragmatische Experten in eine Gruppe setzen und ein perfektes Ergebnis erwarten. Genauso wenig hat eine Gruppe Erfolg, die nur aus Kreativen besteht.

Bei der Zusammenstellung geht es um das Teamwork, die Zusammenarbeit der Gruppe. Jeder Mensch hat bestimmte Charaktereigenschaften, die sich positiv auf die Gruppe auswirken können. Je unterschiedlicher und besser aufeinander abgestimmt die Persönlichkeiten sind, desto höher ist die Chance auf ein gutes Gruppenergebnis. Jeder im Team sollte eine spezielle Kompetenz mitbringen, darüber definieren sich die verschiedenen Teamrollen.

Meredith Belbin und seine Theorie über Teamrollen

Warum manche Teams Erfolg haben und andere nicht untersuchte Ende der 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts der britische Wissenschaftler und Professor Meredith Belbin. Er studierte über Jahre unterschiedlich zusammengesetzte Gruppen und ihre Dynamik bei Problemlösungen. Sein 1981 erschienenes Buch „Management Teams: Why They Succeed or Fail“ fasst seine Ergebnisse zusammen und gilt heute als eines der wichtigsten Managementbücher aller Zeiten. Seine Theorie ist, dass „unvollkommene“ Menschen trotzdem perfekte Teams formen können, wenn bei der Zusammensetzung darauf geachtet wird, dass die Stärken des einen die Schwächen des anderen ausgleichen.

Dabei ist das Verhalten und das Einnehmen einer bestimmten Rolle in der Gruppe nicht unbedingt abhängig von den Persönlichkeitsmerkmalen der Person. Seine Theorie wird heute weltweit in Unternehmen von Führungsverantwortlichen und Managementkreisen angewendet. Belbin ist mittlerweile 96 Jahre alt, arbeitet immer noch in seiner eigenen Beratungsfirma und tritt als Gastprofessor am Henley Management College in Oxfordshire auf.

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Teamrollen nach Belbin: Erklärung und Beispiele

Belbin identifizierte neun typische Rollen, die für den Erfolg eines Teams entscheidend sind. Wenn du ein ausbalanciertes Team zusammenstellen willst, solltest du darauf achten, dass jede Rolle von einer Person vertreten wird. Einige Rollen können durchaus auch von einer einzigen Person erfüllt werden, allerdings muss die Verteilung ausgewogen sein. Daher werden die neun Teamrollen übergreifend in drei Cluster eingeteilt:

  • Drei kommunikationsorientierte Rollen
  • Drei wissensorientierte Rollen
  • Drei handlungsorientierte Rollen

Jede Rolle zeichnet sich durch ein bestimmtes Verhaltensmuster in der Gruppe aus. Neben der jeweiligen Kompetenz bringt jede Teamrolle auch Schwächen mit, die in Belbins Teamrollen Modell aber untereinander ausgeglichen werden. Um festzulegen, wer welche Rolle am besten erfüllt, ist eine offene und ehrliche Einschätzung nötig. Online gibt es verschiedene Tests und Fragebögen, die bei der Selbsteinschätzung helfen können.

Belbin Teamrollen: kommunikationsorientierte Rollen

  • Teamarbeiter (Teamworker):

Er ist einfühlsam und geht empathisch mit seinen Kollegen und Kolleginnen um. Durch seine gute Menschenkenntnis erspürt er schnell Konfliktsituationen und sorgt für diplomatische Lösungen. Seine Stärken liegen im zwischenmenschlichen Bereich, deswegen ist er oft beliebt und die gute Seele des Teams. Seine Sensibilität steht ihm allerdings beim Treffen von klaren Entscheidungen im Weg. Er ist oft unentschlossen, vermeidet Konfrontationen und fühlt sich überfordert.

  • Weichensteller (Ressource Investigator)

Diese Person ist überaus kommunikativ und enthusiastisch. Ihre extrovertierte Art hilft ihr dabei, soziale Kontakte zu knüpfen und neue Ideen zu sammeln. In der Gruppe sorgt der Weichensteller dafür, dass sich das Team nicht verschließt und Anregungen von extern zulässt. Da er sich immer voller Begeisterung einem neuen Thema widmet, verliert er allerdings auch schnell das Interesse, wenn die ersten Schritte getan sind. Außerdem ist er oft zu optimistisch, lässt sich von seiner Arbeit ablenken und verirrt sich in Details.

  • Koordinator (Co-ordinator)

Diese Teamrolle wird häufig von einem erfahrenen Menschen mit Organisationstalent ausgefüllt. Da er seine Kollegen gut einschätzen kann, verteilt er Aufgaben optimal, fördert individuelle Fähigkeiten und unterstützt gute Ideen. Er eignet sich hervorragend als Teamleiter oder Teamleiterin, denn er koordiniert, sucht ruhig nach Lösungen und hat immer das Ziel im Auge. Seine Kontrollsucht macht ihm beim Team oft unbeliebt. Außerdem muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er durch das Delegieren der Aufgaben zu wenig Arbeit für sich selbst übrig lässt.

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Belbin Teamrollen: wissensorientierte Rollen

  • Erfinder (Plant)

Jedes Team braucht den leidenschaftlichen Kreativen. Der Erfinder ist ein eher introvertierter Mensch, besitzt aber eine hochintelligente Kreativität, mit der er das Team inspiriert. Er löst schwierige Probleme, indem er sie von anderen Seiten betrachtet und neue Wege geht. Seine unorthodoxe Herangehensweise ist zwar seine Stärke, allerdings neigt er dazu, sich in seinen eigenen Gedanken zu verfangen und Details zu übersehen. Er ist in seiner eigenen Welt gefangen, daher ist es nicht leicht, mit ihm zu kommunizieren. Kritik verträgt er nur schlecht.

  • Beobachter (Monitor Evaluator)

Er ist der Skeptiker im Team und überprüft alle Ideen auf ihre Umsetzbarkeit. Nüchtern und vernünftig geht er strategisch an die Sache heran. Er ist ein verlässlicher Ansprechpartner, wenn das Team eine wichtige Entscheidung treffen muss. Man kann sicher sein, dass er alle Alternativen berücksichtigt und objektiv verschiedene Vorschläge abwägt. Allerdings braucht er relativ lang für eine Entscheidung, weil er alles genau durchdenken muss. Seine nüchterne Art wirkt nicht inspirierend auf das Team, er wird eher als unsensibel und abweisend empfunden.

  • Spezialist (Specialist)

Der Spezialist ist die Person mit dem größten Fachwissen im Team. Er ist Experte auf seinem Gebiet und gibt dieses Wissen enthusiastisch weiter. Im Team ist er für den wissenschaftlich technischen Teil zuständig und arbeitet motiviert und zielstrebig am Thema. Seine Begeisterung führt oft dazu, dass er den Fokus zu sehr auf sein eigenes Gebiet legt und so das Gesamtziel aus den Augen verliert. Er ist nicht gut im Teamwork, denn alles außerhalb seiner Komfortzone interessiert ihn wenig.

Belbin Teamrollen: handlungsorientierte Rollen

  • Macher (Shaper)

Er bringt die Energie ins Team. Dynamisch und konzentriert auf das Wesentliche treibt er das Team an und drängt zum Handeln. Er trifft schnelle Entscheidungen und hat den Mut, Schwierigkeiten konsequent zu überwinden. Selbst unter Druck arbeitet er effizient, er liebt Herausforderungen und trägt gerne Verantwortung. Er sorgt zwar für den Fortschritt der Arbeit, seine drängelnde und bevormundende Art wird aber oft als arrogant empfunden und bringt Hektik ins Team. Geht es ihm nicht schnell genug, kann er auch mal ausfallend werden.

  • Umsetzer (Implementer)

Er sorgt dafür, dass das Team die Arbeit zuverlässig und diszipliniert erfüllt. Durch ein strukturiertes Vorgehen setzt er Pläne effektiv und systematisch in die Tat um. Er reagiert nie emotional auf Stolperfallen, sondern arbeitet sachlich und kompromisslos an einer Lösung. Selbst ungeliebte Aufgaben setzt er bereitwillig um, wenn sie für das Ergebnis nötig sind. Er sorgt für stabile Strukturen im Team, allerdings ist er auch abhängig davon. Er ist sehr unflexibel und mag keine Veränderungen, deswegen fällt es ihm schwer, alternative Möglichkeiten einzubeziehen. Eigensinnig beharrt er auf seiner Meinung und kann somit das Team teilweise ausbremsen.

  • Perfektionist (Completer Finisher)

Am Ende muss das Projekt noch die größte Hürde nehmen: den Perfektionisten! Am effektivsten wird er immer dort eingesetzt, wo Arbeitsstränge abgeschlossen sind, denn er kontrolliert das Ergebnis bis ins kleinste Detail. Während des Projekts sorgt er für die Einhaltung des Plans, denn er arbeitet immer gewissenhaft und hält Fristen ein. Das Ergebnis darf nicht weniger als optimal sein, was den Arbeitsfortschritt im Team allerdings auch behindern kann. Der Perfektionist möchte alles kontrollieren, hat Angst vor Fehlern und gibt keine Arbeit ab.

Belbins Teamrollen zeigen eindrücklich, dass ein Team aus den unterschiedlichsten Menschen das perfekte Ergebnis liefern kann. Arbeiten die einzelnen Personen gut zusammen, gleichen sich ihre Schwächen gegenseitig aus und das Team profitiert von den Stärken. In der Praxis ist das Modell allerdings nicht immer zu 100 % umsetzbar. Selten besteht ein Team aus der richtigen Anzahl von passenden Leuten, stattdessen wird mit vorhandenen Ressourcen gearbeitet. Außerdem führen in größeren Gruppen zusätzliche Faktoren wie persönliche Abneigung oder Freundschaft zu einer Aufweichung der Rollenmuster.

Trotzdem bietet das Teamrollen Modell nach Belbin eine gute Grundlage, sei es nur, um sich der Stärken und Schwächen des Teams bewusst zu werden. Wenn du bei der Zusammensetzung eine Rolle weglassen oder doppelt besetzen willst, kannst du das natürlich machen. Du solltest nur auf die Relevanz der Rolle achten: Ein Teamworker kann durchaus mal fehlen, ohne Koordinator wird es schwierig.

Alles über gutes Teamwork, Motivation und wie du selbst ein Leader werden kannst, erklärt dir Reinhold Messner in seinem Meet Your Master Kurs. Denn nur wer sich die richtigen Ziele setzt und an Herausforderungen wächst, kann andere motivieren.

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