Marketing und Kreativität

8 einfache Kreativitätstechniken für neue Ideen

Autor: Meet Your Master
8 einfache Kreativitätstechniken für neue Ideen
MEET YOUR MASTER
Woran erkennst du eine richtig gute Idee, die sich gewinnbringend verkaufen lässt? Erfahre es von zwei der erfolgreichsten Köpfe der Kreativbranche, Jean-Remy von Matt und Dörte Spengler-Ahrens.
LOS GEHT’S

Gerade wenn man dringend die Lösung für ein Problem sucht, ist der Kopf oft leer. Aber es gibt verschiedene Möglichkeiten, einer neuen Idee auf die Sprünge zu helfen. In diesem Artikel findest du acht hilfreiche Kreativitätstechniken für neue Denkanstöße.

MEET YOUR MASTER
Wie macht man Kreativität zum Beruf? Das verraten dir die erfolgreichen Werbeexperten Jean-Remy von Matt und Dörte Spengler-Ahrens in ihrem exklusiven Kurs.

Was sind Kreativitätstechniken und für was braucht man sie?

Kreativität ist eine Grundeigenschaft des Menschen. Hier sind nicht nur Künstler oder Musiker gemeint. Wir alle sind jeden Tag schöpferisch und gestalterisch tätig, sei es beim Kochen oder Dekorieren der Wohnung. In der Berufswelt spielt Kreativität eine große Rolle, denn Vorgesetzte wünschen sich Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die für Probleme flexible und kreative Lösungsansätze präsentieren. Keine Angst, auch wenn du nicht mit einem hohen Maß an Kreativität zur Welt gekommen bist, sie ist erlernbar. Kreativitätstechniken helfen dir dabei, deine Kreativität zu fördern, Denkblockaden zu überwinden und Inspiration für neue Ideen und Problemlösungen zu finden.

Die unterschiedlichen Ansätze von Kreativitätstechniken

Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Kreativitätstechniken, die dir bei der Ideenfindung helfen. Von klassisch bis modern, einzeln oder in der Gruppe, ruhig oder laut. Grundsätzlich lassen sich die verschiedenen Methoden in drei Gruppen einteilen:

  • Intuitive Techniken: Gedankenassoziationen liefern in kurzer Zeit sehr viele Ideen, die im nächsten Schritt ausgesondert und vertieft werden.
  • Diskursive Techniken: Durch ein systematisches Vorgehen wird die Lösungssuche bewusst und logisch angegangen und ein Problem ganzheitlich erfasst. Der Output sind weniger Ideen, dafür ist das Ergebnis zielorientierter und vollständiger.
  • Eine Kombination beider Techniken: Hier werden beide Techniken vermischt, indem aus einer logisch und analytisch vorgegebenen Struktur spontan und intuitiv Ideen entstehen.
MEET YOUR MASTER
Wie schafft man es, mit seinen Ideen Emotionen zu kreieren? Werbelegenden Jean-Remy von Matt und Dörte Spengler-Ahrens erklären es in ihrem spannenden Kurs.
JETZT VERSCHENKEN

Kreativitätstechniken: Konkrete Beispiele und Anleitungen

Je nach Fragestellung, Zeiteinsatz und Gruppenzusammenstellung eignen sich unterschiedliche Kreativitätstechniken. Viele differenzieren sich nur durch minimale Änderungen und können trotzdem ganz andere Ergebnisse liefern. Probiere es doch mal die folgenden acht Techniken und lass deiner Kreativität freien Lauf:

1. Brainstorming

Der Klassiker unter den Kreativitätstechniken. Du kannst es zwar auch alleine durchführen, in der Regel funktioniert ein Brainstorming aber am besten in der Gruppe. Ein Moderator stellt das Problem vor und alle Teilnehmer der Gruppe nennen spontan ihre Lösungsideen. Der Vorteil dieser Technik ist, dass ohne viel Vorbereitung in kurzer Zeit sehr viele innovative Ideen gesammelt werden. Allerdings erfordert es viel Nacharbeit und das Ergebnis ist von einer Gruppendynamik abhängig, die extrovertierte Menschen bevorzugt.

2. Brainwriting und Brainwalking

Hier handelt es sich um Abwandlungen des Brainstormings. Beim Brainwriting werden auf die gleiche Art Ideen generiert, allerdings schreiben die Teilnehmer sie auf ein Blatt Papier. Alle paar Minuten wird das Blatt weitergereicht und vom Tischnachbarn ergänzt. Entscheidet jemand, dass diese Idee jetzt ausgefeilt ist, wird sie in die Tischmitte gelegt. Beim Brainwalking werden die Ideen auf Tafeln oder Flipcharts geschrieben. Die Teilnehmer laufen von Chart zu Chart und ergänzen sie. Der Vorteil dieser Abwandlungen des Brainstormings ist, dass auch zurückhaltende Teilnehmer ihre Ideen präsentieren können.

3. Mindmap

Ein weiterer Klassiker der Kreativitätsmethoden ist die Mindmap. Sie wird häufig nach einer intuitiven Technik wie dem Brainstorming eingesetzt, um die Ergebnisse zu strukturieren und den Sachverhalt mit einer Visualisierung sichtbar zu machen. In der Mitte einer Flipchart oder einer Tafel wird das Thema aufgeschrieben oder ein Bild befestigt. Dann werden außen herum Unterpunkte oder tiefere Gedanken notiert und mit Linien verbunden. So können Zusammenhänge dargestellt und Hierarchien gebildet werden. Arbeite mit unterschiedlichen Farben, Pfeilen oder Icons, um die Umsetzung kreativ und übersichtlich zu gestalten.

4. ABC- oder Alphabet-Technik

Wenn du schnell und einfach eine große Anzahl Ideen generieren willst, probiere die ABC-Methode aus. Jeder Teilnehmer bekommt ein Papier mit allen Buchstaben des Alphabets in einer vertikalen Spalte. Jetzt müssen alle einen Impuls aufschreiben, der mit dem jeweiligen Buchstaben beginnt. Natürlich sind einige Buchstaben, wie zum Beispiel das Q, schwieriger als andere, aber es sind auch Antworten möglich, die nur im weiteren Sinn mit der Fragestellung zusammenhängen. So werden auf einen Schlag jede Menge neuer Impulse geliefert.

MEET YOUR MASTER
E-Learning in Kinoqualität. Jetzt überall und jederzeit weiterbilden. Unsere Master erzählen dir ausführlich von ihrer Profession und verraten dir ihr ganz individuelles Geheimrezept.
ZU DEN KURSEN

5. Walt-Disney-Methode

Diese Methode ist nach dem Erfinder von Micky Maus benannt und basiert auf der Basis eines Rollenspiels. Sie eignet sich besonders für Probleme, die durch festgefahrene Denkstrukturen entstanden sind, weil sie den Geist für neue Blickwinkel öffnet. Die Teilnehmer schlüpfen nacheinander in drei verschiedene Rollen, die an drei verschiedenen Orten stattfinden:

  • Träumer: Hier soll die Fragestellung losgelöst und kreativ bearbeitet werden. Chaotisch und visionär werden Lösungen präsentiert, noch ohne jegliche Einengung durch Regeln oder Vorgaben. Wenn ich alles machen dürfte, wie würde das Ergebnis dann aussehen?
  • Realist: Die Gruppe wechselt in diese Ecke und prüft die Idee auf Machbarkeit. Wie sieht die konkrete Umsetzung aus? Was fehlt noch? Was ist sinnvoll? Wer macht was?
  • Kritiker: Die bereits ausgearbeitete Idee wird in dieser Ecke noch mal durchleuchtet und konstruktiv überprüft. Wo könnten Probleme auftauchen? Woran haben wir nicht gedacht?

Der Vorteil dieser Methode ist, dass am Ende eine bereits durchdachte, praxisnahe Lösung entstanden ist.

6. Kopfstand-Methode oder die umgekehrte Frage

Manchmal hilft es schon, das Problem aus einer anderen Richtung zu betrachten. Bei dieser Methode wird die Fragestellung umgedreht und Lösungsvorschläge für das genaue Gegenteil gesucht. Wenn die Fragestellung zum Beispiel lautet „Wie schaffen wir es, dass mehr Kunden unser Produkt kaufen?“, dann macht sich die Gruppe Gedanken zu „Wie können wir den Verkauf unseres Produkts auf ein Minimum senken?“. Und schon fließen die Ideen. Menschen neigen dazu, negative Dinge besser zu erkennen als positive. Außerdem macht diese Methode viel Spaß und sorgt für gute Stimmung im Team.

7. 6-5-3-Kreativitätstechnik

Für diese Methode brauchst du sechs Teilnehmer. Jeder bekommt ein Blatt Papier mit einer Tabelle, die aus drei Spalten und sechs Zeilen besteht. Jetzt hat jeder höchstens fünf Minuten Zeit, drei Ideen (pro Spalte eine) aufzuschreiben und das Blatt an den Nächsten weiterzugeben. So entstehen in kürzester Zeit maximal 108 Ideen, die weiterentwickelt werden können.

8. Die Kuchen- oder Kuchenback-Methode

Diese Methode soll dafür sorgen, tief im Unterbewusstsein verborgene Lösungen ans Tageslicht zu bringen. Sie heißt so, weil der Ablauf mit dem Backen eines Kuchens vergleichbar ist.

  • Zutaten sammeln: Auf einem Notizblock werden alle zufälligen Ideen zum Thema notiert, völlig unsortiert, aber möglichst vollständig
  • Zutaten zu einem Teig vermengen: Ohne groß darüber nachzudenken, werden jetzt Punkte miteinander verbunden und nicht sinnvolles gestrichen.
  • Teig ruhen lassen: Jetzt muss die Hefe beziehungsweise die Kreativität gehen. Lass alles liegen und geh nach draußen. Mach Sport, triff dich mit Freunden und komm auf andere Gedanken. In dieser Ruhephase denkt das Gehirn weiterhin über das Problem nach und es kann passieren, dass du plötzlich eine Eingebung bekommst.
  • Kuchen backen: Die Hefe und dein Gehirn haben gearbeitet und der Teig ist aufgegangen. Jetzt kannst du dein Ergebnis verfeinern und das Projekt „fertig backen“.

Kreativität lässt sich nicht erzwingen, auch nicht durch verschiedene Kreativitätstechniken. Manchmal braucht man Pausen, wie die Kuchen-Methode zeigt. Auch ein räumlicher Wechsel ist eine Möglichkeit, den Ideenfindungsprozess anzukurbeln. Wichtig bei allen Techniken ist, dass du gut gelaunt und offen an die Sache herangehst, keine Ideen kritisierst und dich nicht in Details verlierst. Das Motto ist hier ausnahmsweise mal: Quantität ist besser als Qualität.

Und du solltest weitermachen, auch wenn bereits eine gute Idee entstanden ist. Unser zukünftiger Master Jean-Remy von Matt, der gemeinsam mit seinem Partner Holger Jung Deutschlands führende Werbeagentur Jung von Matt gegründet hat, ist Experte in Kreativitätstechniken und sagt: „Wenn man irgendwo in seinen Hirnwindungen eine Idee gefunden hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ganz in der Nähe noch eine bessere liegt.“

JETZT NEWSLETTER ABONNIEREN
Für alle Durchstarter und Weltverbesserer, die zu neuen Höhen aufbrechen wollen, gibt es jetzt den Meet Your Master Newsletter. Einfach hier deine E-Mail-Adresse eintragen & keine News verpassen!

Mehr von uns